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Blutspendetermine in Filsum, Uplengen, Hesel, Nortmoor, Detern

Nach genau fünf Tagen folgte an diesem Freitagabend das Rückspiel gegen den SV Warsingsfehn. Am vergangenen Sonntag konnte sich Filsum auf heimischen Rasen relativ souverän mit 4:2 durchsetzen. Im Vorfeld war den Blau-Weißen bewusst, dass es in Warsingsfehn  deutlich schwieriger sein würde die drei Punkte einzufahren.

 

Ab der ersten Minute war zu erkennen, dass die Gastgeber heute unbedingt etwas Zählbares gegen Filsum holen wollten. Dementsprechend ging Warsingsfehn aggressiv in die Zweikämpfe, was manchmal an der Grenze zum harten Foulspiel war. Der Schiedsrichter verpasste es durch das Verteilen einer frühen gelben Karte dem ein Ende zu setzen, sodass sich im weiteren Spielverlauf ein sehr hitziges Duell entwickeln sollte. Auch am Seitenrand kochten zwischenzeitlich die Gemüter über. Zwischendurch wurde auch mal Fußball gespielt. So konnte Warsingsfehn in der 14. Minute mit 1:0 in Führung gehen, nachdem man in der Filsumer Abwehr nicht konsequent klären konnte und ein Abpraller bei einem Warsingsfehntjer landete, der aus 16 m trocken ins linke Eck schoss. Filsum konnte noch in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit durch einen Kopfballtreffer von Christian Brinkmann ausgleichen.

 

Auch in der zweiten Halbzeit sollte es kein schönes Spiel werden. Das Spielgeschehen wurde andauernd durch Fouls unterbrochen, sodass kein Spielfluss entstehen konnte. Gute Torchancen waren auch in der zweiten Halbzeit rar. Lediglich die Spannung hielt die Zuschauer am Spielfeldrand. Bis zum Schlusspfiff sollte aber kein Tor mehr fallen, sodass sich Filsum und Warsingsfehn leistungsgerecht mit einem Unentschieden trennten.

 

Endstand: 1:1

 

Aufstellung: Mario Hartmann - Eiko Kramer, Malte Pleis, Jeroen van der Harg - Hans-Christian Coordes, Christian Brinkmann, Dionis Lleshi, Leon van der Harg, Steffen Gaulke (70. Jan Zalikowski) - Amarildo Lleshi, Tony van der Harg (80. Thorben Malchus)

Nach einem spielfreien Wochenende durften die Filsumer Akteure am heutigen Sonntagnachmittag endlich wieder kicken. Zu Gast in Filsum war die SV Warsingsfehn.

 

Die Spielfreude und Lust auf Fußball war ab der ersten Minute bei den Filsumer zu erkennen und man konnte sich auch sehr früh im Spiel durch einen Tor durch Dionis Lleshi dafür belohnen. In der 4. Minute wurde Dionis durch einen sehenswerten Diagonalpass von seinem Bruder Amarildo in Szene gesetzt, Dionis ließ einen Verteidiger im Sechzehner stehen und schob lässig am Torwart vorbei. In der 10. Minute konnte dann Amarildo nach einer Ecke einen Abpraller selbst im Tor versenken. Danach dauerte es ganze 9 Minuten bis Filsum das dritte Tor erzielen konnte. Wieder war es Amarildo, der nach toller Vorarbeit von Leon van der Harg, im zweiten Versuch den gegnerischen Torwart überwinden konnte. Diese hohe Führung war zu diesem Zeitpunkt absolut verdient. Leider verpasste man es noch ein weiteres Tor zu schießen und man ließ Warsingsfehn besser ins Spiel kommen. Der Gast konnte nach einem sehenswerten Fernschuss kurz vor der Pause sogar auf 3:1 verkürzen.

 

Filsum musste sich Anfang der zweiten Halbzeit nochmal aufraffen, um keinen Zweifel am Heimsieg aufkommen zu lassen. In der 47. Minute folgte dann der dritte Streich von Amarildo am heutigen Tag; nach einer schnellen Balleroberung in der gegnerischen Hälfte kam der Ball zu Amarildo, der die Chance sah und den leicht aufgerückten Torwart aus ca. 25 Metern überlupfte und so Filsum mit 4:1 in Führung brachte. Fünf Minuten später konnte Warsingsfehn nach einer Ecke  den Zwei-Tore-Abstand wiederherstellen. Danach wurde es ein sehr zerfahrenes Spiel, doch Filsum behielt bis zum Schluss die Kontrolle über das Spielgeschehen, sodass der Sieg nie in Gefahr war.

 

Endstand: 4:2

 

Aufstellung: Mario Hartmann - Ihno Niemann, Malte Pleis, Eiko Kramer, Jeroen van der Harg - Christian Brinkmann, Hans-Christian Coordes, Steffen Gaulke (60. Tony van der Harg), Leon van der Harg, Dionis Lleshi (85. Jan Zalikowski) - Amarildo Lleshi (75. Thorben Malchus)

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Die glücklichen Sieger und ihre Trainer

 

Am Sonntag, den 8. September hat die E-Jugend der JSG Detern/Filsum am Qualifikationsturner zum EWE-Cup 2019/20 teilgenommen. Dieses seit 2002 von der EWE durchgeführte überregionale Turnier ist sehr beliebt. Da möchte am liebsten jede Mannschaft dabei sein. Deshalb werden die jeweils 12 Teilnehmer zu den 4 regionalen Qualifikationsturnieren unter vielen Bewerbern ausgelost.

 

Die Turniere sind sehr gut organisiert und für jede Mannschaft gibt es im Vorfeld einen schönen Trikotsatz geschenkt. Zudem –und das ist ein toller Anreiz- dürfen die jeweils 3 Erstplatzierten am Endturnier auf den Plätzen des SV Werder Bremen am Weserstadion teilnehmen.

 

Das Endspiel findet dann im Mai 2020 direkt vor einem der letzten beiden Heimspiele des SV Werder Bremen nicht am sondern im Weserstadion statt und zwar direkt vor dem Bundesligaspiel vor tausenden Zuschauern. In den drei E-Jugend-Teams der JSG Detern/Filsum spielen insgesamt etwa 30 Kinder. Also haben wir aus jedem Team 3 bis 4 Spieler(innen) ausgewählt und als SG Jümme gemeldet.

 

Wie alle anderen Mannschaften auch sind wir mit großer Freude, etwas Stolz und mit einem Funken Hoffnung im Gepäck zum FTC Hollen gefahren, dem Gastgeber des Qualifikationsturniers unserer Region. Was uns erwartet, wussten wir nicht. Wie stark sind namenhafte Teilnehmer wie SV Wittmund oder TuS Esens?

 

Nachdem wir die Gruppe A als Dritter überstanden hatten, ging es im Viertelfinale gegen den Zweiten der Gruppe B: SV Wittmund. Hier haben wir unsere Taktik nach dem Motto „Wer wagt, gewinnt!“ umgestellt und voll auf Angriff gespielt, um das eigentlich gute Aufbauspiel der Wittmunder gar nicht erst zuzulassen. 2:0 war die Belohnung und wir standen im Halbfinale. Bremen war so nah!

 

Hier ging es gegen unsere Nachbarn aus Hollen. Gegen den späteren souveränen Turniersieger mussten wir uns geschlagen 0:2 geben. Aber damit war es nicht vorbei: Uns blieb das Spiel um Platz 3 gegen Fresena Ihren, welches wir unbedingt gewinnen wollten. Bremen war immer noch nah!

 

Das hart umkämpfte und ausgeglichene Spiel endete gerecht 0:0. Doch nur eine Mannschaft durfte nach Bremen! Das 8-Meterschießen –jede Mannschaft musste 3 Schützen benennen- wurde auf das Tor direkt vor der schönen Sitzplatztribüne des FTC Hollen ausgetragen. Dort saßen und standen gefühlt 200 Zuschauer. Die Spannung war kaum auszuhalten!

 

Wir begannen mit einem Fehlschuss. „Das war’s“, dachten viele und wir Trainer überlegten schon, wie wir die Kinder trösten können.

 

Doch Fresena Ihren vergab den „Matchball“ und es stand 2:2! Das entscheidende Duell konnten wir dann für uns entscheiden! 3:2 gewonnen und somit die Fahrkarte für das Final-Turnier in Bremen gelöst. Die Freude war riesengroß! Unbeschreiblich! Emotion pur! Und die Jungs von Ihren brachen in Tränen aus! Welch ein Spektakel!

 

Knapper kann man ein Turnier nicht gestalten! Die Nerven von uns Trainern und sicherlich auch der Eltern haben wirklich gelitten! Egal! Gewonnen! Nun freuen wir uns auf Bremen! Wir sind dabei und stolz drauf!

Nach einigen Absagen am Sonntagmorgen fuhren wir mit nur 12 Mann zum Auswärtskick nach Leer.

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Ratlose Gesichter gab es bei den Spielern der D-Jugend, als Trainer Michi Pleis beim Abschlusstraining einige Tage vor dem Heimspiel gegen TV Bunde II verkündete, dass bei Sieg oder Unentschieden ein Stiefeltrinken stattfinden sollte. Stiefeltrinken? Was soll das sein? Die Euphorie der Spieler hielt sich bei der Aussicht auf dieses Event doch stark in Grenzen.

 

Bei sehr sommerlichen Temperaturen begann dann am Samstag pünktlich um 11:00 Uhr das Spiel gegen den, wie schon erwartet, starken Gegner. Den Zuschauern, denen übrigens bei den Heimspielen der D-Jugend Kaffee zum Kauf angeboten wird, zeigte sich dabei von Anfang an ein Spiel auf Augenhöhe. Beide Mannschaften schenkten sich nix, zahlreiche schöne Chancen gab es auf beiden Seiten.

In der Halbzeit bei einem Stand von 1:1 wurde die JSG Filsum/Detern dann nochmal durch ihre Trainer eingeschworen. Jeder merkte, dass hier möglicherweise die ersten drei Punkte der Saison zu holen waren.

Nach der Pause hatte Bunde dann etwas mehr Spielanteile und erhöhte den Druck auf das Tor der JSG Filsum/Detern. Durch die sehr kompakt stehende Abwehr konnten aber alle Torversuche des Gegners vereitelt werden. Leider blieben die sich im direkten Gegenzug ergebenen Konterchancen ebenfalls ungenutzt, da schon häufig im Mittelfeld der Ball wieder verloren wurde.

Ca. 10 Minuten vor Spielende geschah es dann. Während eines Angriffs der Gäste verletzte sich ein Spieler der JSG und blieb mit schmerzverzehrtem Gesicht außerhalb des Spielgeschehens liegen. Die Spieler der JSG hofften nun auf eine Spielunterbrechung durch den Schiedsrichter und waren deshalb für einen Moment unachtsam. Dieser Moment konnte von den Bundern genutzt werden, um den Ball zum 2:1 einzuschieben.

In der verbleibenden Spielzeit versuchte man noch mit viel Kampf den Ausgleich zu erzielen und wollte sich nicht geschlagen geben. Leider blieb es bei dem Versuch, da auch die Abwehr der Gäste eine gute Leistung zeigte und keine Schüsse auf das eigene Tor zuließ, so dass es bei einem Endstand von 2:1 aus Sicht der Gäste blieb.

 

Trotz dieser Niederlage entschieden sich die Trainer der JSG Filsum/Detern, dass das Stiefeltrinken stattfinden sollte. Zum einen hatte die JSG ein sehr starkes Spiel gezeigt und obgleich des Rückstandes nicht aufgegeben, zum anderen hatten die Trainer einfach große Lust diese Filsumer Tradition wieder aufleben zu lassen. Gerne denken die heutigen Trainer noch an die Zeit zurück, als man selbst Jugendspieler war und der Trainer einen Stiefel „bei Alfred“ ausgab.

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Und so saß man bereits kurze Zeit nach dem Spiel bestens gelaunt vor dem Filsumer Vereinsheim mit einem Gemisch aus Cola & Fanta gefülltem großen Glasstiefel.

 

Was folgte war eine kurze Einweisung durch Michi:
1. Der Stiefel muss beim Trinken mit beiden Händen unten am Schaft gut festgehalten werden.
2. Beim Trinken muss die Stiefelspitze immer gerade nach vorne zeigen.
Diese Regeln sind von allen Spielern ausnahmslos befolgt worden, auch nachdem der Stiefel ein zweites Mal fachmännisch von Michi befüllt wurde und erneut die Runde machte. Wer jemals beim Stiefeltrinken dabei war, weiß natürlich welchen Spaß dies hervorgerufen hat. Gut gelaunt mit zum Teil klebrigen Sachen endete damit der Samstagvormittag.