Blutspendetermine in Filsum, Uplengen, Hesel, Nortmoor, Detern

Im ersten Punktspiel nach der langen Corona-Pause musste die Reserve von Blau-Weiß Filsum bei der Zweitvertretung von Stern Schwerinsdorf antreten. Die Gäste hatten sich vor der Saison dafür entschieden, nach vielen Jahren Abstiegskampf freiwillig den Weg in die Ostfrieslandklasse D zu gehen, um dort einen Neuanfang zu starten. Nach einer guten Vorbereitung mit durchgehend hoher Trainingsbeteiligung und einigen überraschenden Zugängen musste man nun im Ernstfall erproben, auf welchem Leistungstand sich das Team aus Filsum tatsächlich befand.

 

 

Nach nur wenigen Minuten nahm die Partie sofort Fahrt auf. Die Gastgeber brachen auf deren linker Angriffsseite durch und spielten einen klugen Pass vors Tor. Dort schloss ein Heimakteur beherzt ab und Neuzugang Marco Wrede bekam sofort die Möglichkeit, seine Klasse zu zeigen. Das tat dieser auch und holte sich somit gleich das nötige Selbstvertrauen nach einer längeren Spielpause und im neuen Team. Nur wenige Augenblicke später führte die zweiten Filsumer Ecke sofort zur frühen Führung. Michael Pleis brachte den Ball scharf vors Tor und Malte Meiners konnte ihn mit seinem schwächeren Linken unter die Latte nageln. Dies brachte den Gästen Sicherheit und sie erarbeiteten sich ein leichtes Übergewicht. Nach einigen weiteren guten Möglichkeiten, hauptsächlich für die Gäste, brachte wiederum eine Ecke den zweiten Treffer für die Gäste. Eine Ecke wurde diesmal kurz ausgeführt und vors Tor gebracht. Zunächst segelte der Ball über den Strafraum, konnte aber von Tamim Wafaee erobert werden. Seine Hereingabe vollendete Kapitän Oliver Brinkmann artistisch per Seitfallzieher ins lange Eck. Mit dieser Führung ging es in die Pause.

 

Nach Wiederanpfiff brauchten die Filsumer etwas zu lange, um die Ruhe im Spiel aus der ersten Halbzeit wiederzufinden. Nach einem Zweikampf in Filsumer Strafraum, bei dem Malte Meiners zwar klar den Ball spielte, dabei aber seinen Gegner traf, zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Der Schütze, der antrat, traf mit seinem satten Schuss jedoch nur die Unterkante der Latte und das Spielgerät sprang wieder ins Feld und konnte geklärt werden. Dies war so etwas wie ein Weckruf für die Gäste, denn danach kamen sie wieder besser ins Spiel und machten die Räume gut zu. Nach gut einer Stunde nach einer Balleroberung in der eigenen Hälfte schafften es die Filsumer, den Ball über wenige Stationen in Richtung gegnerischen Strafraum zu spielen. Dort zog Gerrid Müller beherzt ab und sein strammer Schuss fand über den Torwart den Weg ins Tor. Dies war so etwas wie die Vorentscheidung. Dennoch gaben sich die Schwerinsdorfer nie auf und spielten weiter nach vorne. Leider verpassten es die Gäste, sich die nun entstehenden Räume zu Nutze zu machen und weitere Treffer zu erzielen. Einige gute Kontermöglichkeiten wurden nicht konsequent zu Ende gespielt. Kurz vor Schluss kam es dann zur wohl kuriosesten Szene im Spiel. Ein heimischer Spieler lief mit dem Ball quer zum Strafraum der Gäste und wurde nicht angegriffen. Als er schließlich in den Strafraum eindrang, einen weiteren Verteidiger stehen ließ und den Ehrentreffer erzielt, ertönte ein Pfiff, als der Ball die Torlinie noch nicht überschritten hatte. Der Schiedsrichter hatte eine Foul eines Verteidigers gesehen und nicht auf Vorteil entschieden. Das Tor zählte somit nicht und es gab erneut Strafstoß. Diesen recht schlecht ausgeführten Versuch konnte der Filsumer Marco Wrede entschärfen und krönte somit sein insgesamt sehr gutes Debüt.

 

Wenn man bedenkt, dass die Hausherren zwei Strafstöße vergaben und sogar noch einen weiteren hätten zugesprochen bekommen müssen, fällt der Sieg für die Gäste vielleicht im Ergebnis ein Tor zu hoch aus, aber insgesamt zeigten sie die reiferen Spielanteile.

 

Tore: 0:1 (6. Malte Meiners), 0:2 (33. Oliver Brinkmann), 0:3 (68. Gerrid Müller)

 

Aufstellung: Marco Wrede, Malte Meiners, Alexander Zobel, Michael Pleis, Oliver Brinkmann, Aike Ahrens, Gerrid Müller (75. Sascha Broers), Aike Vietor (85. Christian Collmann), Tamim Wafaee, Jannis Boelsen, Philip Schnitzer (68. Kevin Berends)